Lektoren machen Geschäfte mit Autoren
4. September 2009 von Beatrice
Das Geschäft mit Autoren, die den Traum haben, ihre Leidenschaft und ihr Talent auch beruflich auszuüben, einen großen Verlag zu finden, wird nun auch von Lektoren schamlos ausgenutzt.
So ist es neuerdings die Masche, dass Lektoren das Internet durchforsten und Autoren kontaktieren und ihre Hoffnung erst zunichte machen, indem man rasch erklärt – ein jedes Werk benötigt ein professionelles Lektorat. Ansonsten hat man keine Chance bei einem Verlag.
Nur, falls man den Vertrag abschließt, sehen Lektoren eine Chance für das Manuskript.
Ein Angebot ist gleich mit dazu gefügt und im Idealfall bereits mit 8,– EUR/Seite ein Bestsellerroman.
Referenzen können diese Lektoren für gewöhnlich nicht vorlegen und es gibt vereinzelte, welche bereits als schwarzes Schaf verschrien sind.
Daher ist absolute Vorsicht geboten für alle Autoren.
Es gibt unzählig viele Teilbereiche, die gegen Geld Erfolg versprechen.
Bild: Copyright by Marco Schlüter / pixelio

Wie bei jedem Geschäft gehören mindestens 2 Partner dazu. Das Problem, das ich bei einigen Hobby-Autoren sehe, ist die Unfähigkeit, das eigene Werk realistisch einzuschätzen. Man schreibt zB 100 Seiten, zeigt diese den Eltern oder Freunden, alle finden es ganz super, und schon wähnt man sich als nächster Bestsellerautor. Genau an diesem Punkt ist so mancher Nachwuchsautor verletzlich: Dann wird davon gefaselt, wie gemein die Verlage doch mit Leuten wie ihm ungingen (als würden wirtschaftlich orientierte Verlage aus purer Boshaftigkeit potenzielle Bestseller abblitzen lassen!), und dass der Text nur ein ordentliches Lektorat benötige, um den Durchbruch zu schaffen.
Diesem Problem können wir nur durch Aufklärung entgegentreten, was etwa mit diesem Blogartikel bereits gelungen ist - danke dafür!
PS: In den Kategorien steht “Pokitik”, statt “Politik”.
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