Wie schreibt man einen guten Roman?
20. June 2009 von Beatrice
Ein guter Schriftsteller ist Realist, Phantast, Beobachter und Erfinder. Er ist neugierig und verfügt über Menschenkenntnisse.
Was er jedoch als aller Erstes benötigt, ist eine gute Idee mit einem Plog.
Das können Personen, Ereignisse und/oder Schauplätze sein, die immer wieder logisch miteinander verknüpft werden müssen, damit der Leser dem Erzähler folgen kann.
Die Charaktere sollten innerhalb der Geschichte beschrieben werden. Keinesfalls steckbriefartig irgendwo am Rande. Der Leser möchte die Personen kennenlernen und verstehen. Wichtig ist nicht, ,,was” erzählt wird, sondern ,,wie” etwas geschildert wird.
Man muss in der Lage sein, sich einzufühlen in jede Rolle, man muss sich in den Schauplatz denken können, ihn erleben, während des Schreibens ein anderes Leben leben, nur dann kann man selbst der Sache folgen, Situationen, Personen, Schauplätze perfekt beschreiben.
Wichtig ist, die gewählte Zeitform einzuhalten. Es gibt viele Erzählformen, aber ein Autor schreibt meistens aus der Ich-Perspektive oder aus der Sicht eines Beobachters.
Wenn die Geschichte fertig ist, darf man niemals die Überarbeitung vergessen. Bereits Hemingway sagte: ,,Der erste Entwurf ist immer schlecht”. Erfahrende und erfolgreiche Autoren wissen – drei bis fünf Überarbeitungen sind nach dem Fertigstellen der Geschichte das absolute Minimum. Manche Autoren überarbeiten ihren Roman bis zu vierzig Mal, um Übergänge schlüssig zu formulieren. Langatmigkeiten und Verwirrungen müssen also unbedingt vermieden werden. Diese entdeckt man oft erst bei der Überarbeitung.
Und es ist noch kein Meister vom Himmel gefallen. Übung macht den Meister. Auch jeden Schriftsteller, denn auch Bestsellerautoren fallen nicht vom Himmel.
Den ganzen Artikel können Sie hier lesen.

Hallo Beatrice,
habe Deinen Artikel entdeckt. Aus diesem heraus habe ich sehr viel für mich gelernt.
Das “Wie” ist wirklich sehr entscheidend und ich habe herausgefunden,
es ist sehr hilfreich, wenn die Geschichten anderen Menschen vorgelesen werden
können. Da konnte ich manche Unebenheiten bereits ausbügeln.
Mir ist aufgefallen, daß, je länger ich schreibe, meine Sprache klarer wird. Es macht doch
sehr viel Spaß, das verändern, neu entdecken…
Ich danke Dir ganz herzlich für diese Veröffentlichung.
Liebe Grüße
Katharina
Was ein guter Schriftsteller sicher braucht, liebe Beatrice, ist kein Plog, sondern ein Plot (engl. für Handlung). Und da wundert es mich ein wenig, dass schon zwei Absätze später in deinem Artikel nicht mehr das “was” zählt, sondern nur noch das “wie”!?
Sind denn Inhalt und Form nicht gleichermaßen wichtig? Der Inhalt, damit der Leser überhaupt einen Grund hat, weiterzulesen; die Form, damit er auch Lust hat, selbiges zu tun.
Aber ich möchte deinen Artikel nicht schlecht machen, Du hast natürlich durchaus recht mit dem, was Du schreibst. Mich beschlich lediglich ein Gefühl, dass dich die Form einer Geschichte weitaus mehr fasziniert als ihr Inhalt.
Viel Spass und Erfolg beim Weiterüben wünscht dir der Besserwisser